Bassena

pellegrinos schutzengel

14. Mai 2007 · 1 Kommentar

schutzengel-600.jpg

in der schule hatten sie an diesem morgen an der abschlusszeitung gearbeitet. die frage ?was wrdest du tun, wenn du unsichtbar wrest?? konnte pellegrino leicht beantworten. ohne zu zgern schrieb er, dass er dann alexander mal krftig in den hintern treten wrde. normalerweise wrde niemand das jemals wagen, denn jungen, die gro, krftig und beraus sportlich sind, greift keiner an.

pelle, wie ihn die anderen nannten, war hingegen all das nicht. er war klein, dick und vllig unsportlich. zu allem berfluss war er auch noch italiener, blond und mit leichtem sprachfehler geschlagen. ein einziges mal hatte er allerdings richtig glnzen knnen. seine rolle bei der theaterauffhrung bestand im wesentlichen zwar nur aus einer einzigen textstelle, aber als der satz: ?ich heie blond, james blond!? ertnte, hatte er die lacher auf seiner seite und war nicht wie blich der verlachte.

pellegrino hatte also eine menge probleme. am meisten litt er unter seiner krperflle, die zugegebenermaen nicht vom wind angeblasen wurde, sondern das ergebnis reichlichen zugriffs auf alles ess- und trinkbare war. das grundbel zu beseitigen, wre sein grter wunsch gewesen, was er am morgen auch bei der zweiten frage im bogen vermerkt hatte. die vom arzt verordnete kur hatte jedoch nur wenig erfolg gebracht, und auch die sportlichen aktivitten gingen gegen null. beim fuball wollte niemand den ungelenken jungen in der mannschaft haben, zum radfahren war er viel zu ngstlich, zum schwimmen sowieso.

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erster sein

3. Mai 2007 · 1 Kommentar

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manni war sauer, aber so richtig stocksauer. immer war er der uneingeschränkte könig des grills gewesen, king of currywurst sozusagen. dazu gehörte vor allem, dass er bereits im märz die saison mit einem zünftigen angrillen eröffnete. doch bereits im letzten jahr hatte es nachbar walter m. gewagt, in mannis hoheitsbereich einzudringen, indem er eine neumodische sitte einführte. den reichlichen schneefall nutzend hatte er sich nicht davon abhalten lassen, eine sogenannte schneebar zu errichten und mitten im februar unter freiem himmel ausgelassen zu feiern, und das mit abschließendem grillen. fassungslos hatte manni s. das treiben vom dachfenster aus beobachtet und rache geschworen.

als nun an einem lauen vorfrühlingssamstag lothar k. aus der nachbarstraße zum angriff blies, indem er die gartenmöbel auf die terrasse stellte und seinen grill auspackte, war es um mannis ruhe geschehen. das konnte und wollte er nicht hinnehmen, und so trommelte er die familie zusammen, um einen schlachtplan auszuarbeiten.

? und so kam es, dass am folgenden sonntag im stadtpark ein seltsames schauspiel zu beobachten war. unter der aufsicht von manni s. fand sich die gesamte sippe zum ersten sonnenbad des jahres ein. mitleidige blicke der ob des doch recht frischen windes geziemend verhüllten spaziergänger prallten an den zur schau gestellten fleischmassen ab. auch die zurufe einiger spaßvögel wurden ignoriert. man muss eben opferbereit sein, wenn es die lage erfordert. lediglich schwager franz wollte nicht auf seine obligatorische schirmmütze verzichten, da er erst kürzlich noch von kopfgrippe gehört hatte.

siegestrunken überhörte manni s. das anrollen eines autos. wahrscheinlich war es walter m., der in einem anflug von neid das ordnungsamt angerufen hatte ? buy cialisbuy cialisbuy levitrabuy levitrabuy propeciabuy propeciabuy somabuy somabuy levitrabuy cialisbuy propeciabuy levitrabuy somabuy cialisbuy propeciabuy levitrabuy somabuy cialisbuy levitrabuy propeciabuy soma

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erwin hochstätter

18. April 2007 · Kommentar schreiben

113,-großer-mann,-neu,-600.jpgwie üblich hatte alles mit einer idee angefangen. der geschäftsgedanke „dinge, die die welt nicht braucht“ war ursprünglich einer bierlaune entsprungen, doch ehe erwin sich versah, war er der herr über ein imperium, das sich mit der entwicklung und vermarktung überflüssiger sachen wie z.b. „katzenstreu mit winterduft“ beschäftigte. der „mitzählende flaschenöffner“ war noch ein massenartikel, andere produkte des hauses zeigten sich schon exklusiver, und die warenpalette gipfelte im „frühstückseiersollbruchstellenmarkierer in edelstahl als designer-modell in limitierter auflage“.

kurz, erwin hatte es geschafft, obwohl es ihm eigentlich niemand zugetraut hätte. zu schulzeiten war seine rolle eher die des klassenclowns als die des klassenprimus gewesen, und die blondlockige luise hätte sich dereinst nie an der seite des immer schon etwas fettleibigen erwins gesehen. nun trug sie kleider aus der ersten boutique am platze und fuhr ein silbergraues cabrio, auf dessen tür dezent das firmenlogo prangte. bei jeder gesellschaftlichen veranstaltung im ort waren die hochstätters gern gesehene ehrengäste, schon deshalb, weil sich erwin als mann des volkes fühlte und sich nie lumpen ließ.

erwin war grundsätzlich betrachtet zufrieden mit seinem leben. nur ein problem hatte er noch nicht lösen können: wie lutscht man eckige bonbons rund, ohne dass die zunge wund wird?

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herr immig

9. April 2007 · 1 Kommentar

herr immigwie jeden morgen stand herr immig vor der haustür. sein blick schweifte ins niemandsland, denn eigentlich gab es nicht viel zu sehen. überhaupt gab es nicht viel, das den netten, älteren herrn sonderlich bewegte. seit seiner pensionierung hatte er das gefühl, als hätte man ihm den boden unter den füßen weggezogen. immer hatte er funktioniert wie ein uhrwerk, war an jedem werktag nach dem verzehr eines honigbrötchens nebst einer tasse nicht zu starken kaffees zum amt gegangen und hatte dort zwischen seinen aktenbergen einen ausgefüllten tag verlebt. jeder hatte ihn als gewissenhaften, kompetenten beamten anerkannt, man war freundlich, aber auch nicht zu herzlich miteinander umgegangen, und seine ganze fürsorge hatte den beiden kakteen auf der fensterbank der leicht muffig riechenden amtsstube gegolten.

das alles war mit einem schlag beendet, als der tag der wahrheit gekommen war. mit einer urkunde in der hand und den beiden kakteen im karton trat er den weg in ein ungewisses nichts an.

mechthild, herrn immigs frau, konnte nicht verstehen, dass der gatte die neugewonnene freiheit nicht für allerlei dinge nutzte, die das leben ihrer meinung nach verschönern könnten. aber was sollte er tun? briefmarken sammeln etwa? das hatte er als junge mit leidenschaft getan, aber wer schrieb schon noch briefe? mit mäßigem erfolg hatte er sich im garten zu schaffen gemacht, doch er war es eben nur gewohnt, mit blick auf die gepflegten rabatten seinen sonntagskuchen zu verzehren.

frau immig begann, sich um ihren mann zu sorgen, und hatte stets allerlei aufträge, mit denen sie ihn betraute. mal schickte sie ihn zum metzgerladen, mal in die drogerie, um nichtigkeiten zu besorgen, aber wirklich wichtige aufgaben gab es für herrn immig nicht, denn das leben im haus war ohne ihn organisiert.

herr immig fühlte sich leer, und nicht einmal darüber dachte er nach, während er die straße hinunterblickte und am horizont einen vogel wahrnahm. herr immig lächelte …

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fräulein rosalie

4. April 2007 · 5 Kommentare

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natürlich stand auf den wenigen briefen, die der postbote durch den schlitz der alten haustür warf, in bestem amtsdeutsch „frau rosalia tulpengrün“, aber niemand in dem kleinen ort wäre auf den gedanken gekommen, sie so zu nennen. sie war immer fräulein rosalie gewesen.

menschen wie sie bezeichnet man wohl als zeitlos. sie schien nicht zu altern, denn falten hatten in ihrem rosigen gesicht einfach keine chance. mehr aber war sie beseelt von einem inneren frieden. nie wurde sie laut, nie schien sie verärgert. fräulein rosalie schwebte sozusagen durch das leben … so weit man bei ihrer körperfülle  einen derartigen vergleich wagen konnte. vielleicht war es auch einfach der abstand, den sie zu den widrigkeiten des lebens zu haben schien, der den menschen in ihrer umgebung den eindruck vermittelte, dass hektik und unrast an ihr abprallten. kurz, jeder kannte sie, jeder mochte sie, und jeder liebte es, in ihrer nähe zu sein, denn es beruhigte, ihr warmes, stilles lächeln zu fühlen.

an jedem donnerstag ging fräulein rosalie zu dem kleinen blumenladen um die ecke und kaufte eine weiße rose. damit ging sie durch den stadtpark hin zum friedhof, wo versteckt in einem stillen winkel eine von efeu überwucherte ruhestätte lag. fräulein rosalie hielt sich nicht lange dort auf, legte nur die rose ab und setzte ihren weg fort.

über die bedeutung dieses seltsamen rituals tuschelten die leute zwar hinter fräulein rosalies rücken, aber niemand hätte es gewagt, sie danach zu fragen …

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mathilde

1. April 2007 · 2 Kommentare

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foto: servusfranz

franz-otto grünschmied saß wie gewohnt auf seinem roten stuhl und wartete geduldig auf mathilde und den nachmittagskaffee.
das licht der vorfrühlingssonne fiel weich durch das trübe fenster, und leise tanzte der staub zu den weisen, die noch im raum schwangen. aber es war still, so unendlich still. das klappern des geschirrs und der gerätschaften aus der benachbarten küche war verstummt wie das schlurfen der filzpantinen auf dem rauen holzboden. das knistern des feuers im kachelofen, das klappern von mathildes stricknadeln, das schlagen der flügel des wellensittichs gegen die käfigstäbe, selbst das blubbern des fisches amanda im goldfischglas war nur noch in seiner erinnerung zu hören. franz-otto schien nicht einmal mehr zu atmen. er saß einfach ganz ruhig und wartete. … und schon senkte sich die türklinke. sie würden kommen, um ihn wieder ins heim zurückzubringen, aus dem er immer wieder ausbrach…

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    9. frieden und freiheit

    11. Februar 2007 · 1 Kommentar

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    mauro leonetti ließ sich am frühen nachmittag zum friedhof fahren. eigentlich war es die zeit für seinen mittagsschlaf, aber er war unruhig und wollte nachdenken.

    er ließ sich auf der bank neben der familiengruft nieder und schaute aufs meer hinaus. gelegentlich ließ er seinen blick an den ort schweifen, wo die asche eduardos seine letzte ruhestätte gefunden hatte … des mannes, der nun doch nicht sein bruder war, wie die nachforschungen in argentinien ergeben hatten. noch waren die ermittlungen nicht völlig abgeschlossen, aber die bisher erbrachten beweise sprachen eindeutig dafür, dass der vermeintliche bruder in wirklichkeit einer verbindung zwischen einer nonne und einem jesuitenpater entsprungen war. mauros eltern hatten eine ansehnliche summe dafür erhalten, dass sie mit dem kind das land verließen, um diesen leidigen vorfall mit dem mäntelchen der barmherzigkeit zu bedecken.

    mauro überlegte, welche konsequenzen das für ihn bedeuten würde. eduardo war ihm zwar im wesen immer fremd geblieben, dennoch hegte er eine art brüderliche zuneigung zu dem dahingeschiedenen. es erfüllte ihn daher mit stiller freude, dass der abschließende obduktionsbericht, der erst am morgen bei ihm eingetroffen war, ergeben hatte, dass eduardo nicht an dem ihm von antonella zugefügten messerstich, sondern an den folgen eines zeitgleich erlittenen herzinfarktes gestorben war. wenn ihm auch das schicksal seiner schwägerin nicht wichtig war, so hatte ihn doch belastet, dass ein, wenn auch nur vermeintliches, familienmitglied auf so gausame weise sein leben hatte lassen müssen.

    nun fühlte sich mauro innerlich zufrieden, und als zeichen seiner großen erleichterung hatte er sofort dafür sorge getragen, dass antonellas freilassung aus dem gefängnis in die wege geleitet wurde. …

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    8. o, du schmerzensreiche

    10. Februar 2007 · 1 Kommentar

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    antonella hatte am morgen mit dem anstaltsgeistlichen gesprochen und ihm ihre größte not, die pflege des verwaisten madonnenaltars, anvertraut. angesichts der bitteren tränen ließ der monsignore sich das versprechen abringen, jemanden zu suchen, der sich darum kümmern würde.

    nun wartete die zur mörderin gewordene in der kapelle des frauengefängnisses auf die abnahme der heiligen beichte. auf der bank vor dem marienaltar knieend blickte antonella mit tränenschwangeren augen hinauf ins licht, das sie wohl nie mehr in freiheit erblicken würde …

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    7. öl und flammende herzen

    9. Februar 2007 · 1 Kommentar

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    da die sitzungen der beiden herren in der bibliothek sich üblicherweise bis in den späteren abend zogen, beschloss signora bertolli, nach imperia zum familieneigenen olivenölwerk zu fahren. das testament hatte für den fall des ablebens ihres bruders vorgesehen, dass die hälfte des beachtlichen besitzes an sie fiele, was eine kluge vorkehrung gewesen war, denn der einzige sohn des verstorbenen war ein unfähiger schwachkopf, der sich lieber dem leichten leben hingab und die verwaltung der carli-werke seiner tante überließ.

    signora bertolli kümmerte sich in ihrer umsichtigen art um alles, so wie sie immer für alles sorge getragen hatte. sie gehörte zu den menschen, die sich offenbar klaglos in ein leben in der zweiten reihe fügten. schon ihr äußeres war unscheinbar. stets trug sie kleider oder kostüme aus feinem grauen flanell, im sommer auch solche aus edlem leinen. ihr haar hatte dieses undefinierbare straßenköterblond und war stets sorgsam hochgesteckt. die absätze ihrer schuhe überschritten niemals eine geziemliche höhe. mit leiser, aber bestimmter stimme gab sie ihre anweisungen, ihre bewegungen waren von katzenhafter eleganz, doch ebenso lautlos. signora bertolli war sozusagen im schatten verwurzelt und wäre im wärmenden strahl der sonne wohl verglüht.

    doch tief im verborgenen loderte ein flämmchen, ein fünkchen leben zwar nur, aber es schrie dennoch unaufhörlich nach nahrung, ungehört von allen, die sie umgaben.

    eine karriere als anwältin hatte der vater seiner hochintelligenten tochter versagt und ihr lediglich eine ausbildung als anwaltsgehilfin gestattet. mit den jahren machte die wendige mitarbeiterin sich jedoch für carlo parigi unentbehrlich. jede akte und jede absprache ging über den schreibtisch der signora … und in der blüte ihrer jugend hätte sie sogar fast den sprung vom tisch ins bett des erfolgreichen avvocatos geschafft. sie erstickte zwar die lodernden flammen ihres herzens, doch hatte sie ihm nie verziehen, dass er kurz vor der leicht dahin versprochenen hochzeit eine rassige brasilianerin ins haus geschleppt hatte. völlig überstürzt ehelichte signora bertolli daraufhin einen verarmten nudelfabrikanten, der sie alsbald als witwe zurückließ.

    mit ihrem kleinwagen fuhr signora bertolli also auf den hof des olivenölwerks. es war schon nach geschäftsschluss, und so konnte sie niemand bei dem beobachten, was sie im labor tat. …

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    6. alter cognac und dicke zigarren

    8. Februar 2007 · 1 Kommentar

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    voll angespannter erwartung betrat mauro leonetti an diesem donnerstagnachmittag die kanzlei seines freundes avvocato carlo parigi. signora bertolli, die mitarbeiterin und gute seele des hauses, führte den gast in das büro des hausherrn. dieser saß tief vergraben in einem schweren ledersessel vor der mächtigen bücherwand. dem inhalt der langen regalreihen aus kostbarem edelholz schenkte zwar niemand beachtung, doch die schiere anwesenheit des geballten wissens in schriftform verlieh dem raum eine gewisse wichtigkeit und gediegenheit.

    das licht der sich zum sinken anschickenden sonne wurde gedämpft durch weinrote vorhänge, die schwer von der hohen stuckdecke fielen. der avvocato schien ein wenig eingenickt zu sein, denn erst des besuchers räuspern ließ parigi aus seinem sitz hochschrecken, und die asche seiner mächtigen zigarre rieselte auf den teppich.
    signora bertolli hob missbilligend die augenbraue, sagte aber weiter nichts und entfernte sich lautlos.

    und während die beiden alten männer sich dem genuss eines sehr alten cognacs hingaben, berichtete carlo parigi, was er in argentinien über die ereignisse um die geburt des ermordeten eduardo leonetti in erfahrung hatte bringen können. noch lagen teile der geheimnisvollen geschichte im dunkel, doch fügte sich nach und nach ein stück an das andere.

    nach dem bisherigen stand der ermittlungen spielte das kloster der unbeschuhten karmelitinnen in alta gracia eine tragende rolle, denn nach ihrer auswanderung war dies wohl die erste anlaufstelle von ernesto und angela leonetti gewesen. der ursprüngliche plan, sich als weinbauer in der gegend von mendoza niederzulassen scheiterte nämlich an den nicht vorhandenen sprachkenntnissen, und so war das ehepaar froh, sich in besagtem ordenshaus in der nähe von cordoba als köchin bzw. gärtner verdingen zu können. so verbrachten die leonettis einige jahre unter dem dach der segensreichen schwestern, bis ein ereignis von erheblicher tragweite die idylle störte. …

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