Tagesarchiv: 25. Januar 2006

sex & crime daheim: ein vegetarischer mord

Kartoffel-500.jpg foto: servus franz

die gar grausige geschichte von der kartoffel

in einer dunklen kellernische lag in einer verrotteten stellage eine vergessene kartoffel. die tage zogen eintönig dahin. gelegentlich schaute die einsame erdfrucht zum anderen ende der kartoffelkiste, wo ein paar ihrer schwestern ein ebenso trübseliges dasein fristeten. aber im grunde genommen hatte man sich aus den augen verloren und pflegte keinerlei kontakt mehr. das aufregendste in diesem jammertal war noch der gelegentliche besuch zweier mäuse, die sich über die traurige gestalt lustig machten. „Sieh doch nur, wie schrumpelig sie ist!“, meinte die eine. „Ja, da hab ich auch schon frischere gesehen!“, erwiderte die andere.
eines tages geschah etwas ungewöhnliches. es wurde plötzlich hell und die kartoffel wurde unsanft aus ihrem dämmerschlaf gerissen. „da sind ja doch noch ein paar! für die wird es aber so langsam zeit! die treiben ja schon!“, tönte eine stimme. und schon fühlte sich die einsame knolle unsanft angehoben und in eine kühle, harte behausung geworfen. die kartoffel schrie vor schmerz laut auf, als eine ihrer dickeren schwestern auf sie plumpste. kaum, dass dieser schlag verdaut war, begann ein heftiges schütteln und schaukeln, das erst nach einer weile mit einem heftigen ruck zum stillstand kam. die geplagte seele atmete auf, wagte sogar gespannt die augen zu öffnen und blickte in ein grelles licht, das von oben hereinfiel. dieses verdunkelte sich aber sogleich wieder, grobe hände griffen nach der ärmsten und warfen sie in hohem bogen in wasser, das so eiskalt war, dass die kartoffel bis ins mark erstarrte. wieder purzelten ihre schwestern über sie, ein kampf ums überleben in den fluten begann.
Weiterlesen

Werbeanzeigen

hin und wieder wünscht ich, ich hätt an videorekorder!

heut zum beispiel wünsch ich mir das. weil ich kann nicht schlafen.
hab schon schäfchen gezählt, mehr als es in ganz australien gibt.
hab sogar in die ferne gesehen und mich dann im endeffekt eh geärgert, weil’s da nur schrott gab.
dann hab ich in büchern geschmöckert, aber keines hat es mir so richtig angetan.
hausarbeit könnt ma machen, aber da weckt man dann andere leut auf, das ist auch nicht so das wahre dann.
also irgendwie passt grad gar nix.
und morgen werd ich ausschauen wie a z’nepftes hendl. sehr super!

ps: und jetzt dürfts ihr raten, wer mich beeinflußt hat, bei dem gekritzel!