schaumgeborene vorsätze und die geschichte des scheiterns derselbigen

 

frau legt sich in die badewanne, weil sie macht da so eine wohlfühl-stunde. relaxen sagt man jetzt. und wellness-dings. hört man aus jedem munde, ist ganz modern. en vogue halt. ohne wellness geht überhaupt nix mehr. sagen sie. alle sagen das. wie auch immer, es tut der seele gut und dem körper auch und dann fühlt sich jeder pudelwohl.
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also frau liegt da so herum und wird von wärme umspült und das rauschen des wassers, welches aus der pipn zischt, und das plätschern, das macht sich auch gut in den ohren. ganzheitlich, sozusagen.

bis frau vom wasser bedeckt ist, macht sie noch ein paar blicke auf ihr alabasterfärbiges körperchen. zechi, fußi, haxn. naja, es könnt schlimmer sein. und dann steht da a mugerl aus dem wasser und frau drückt drauf und da schwabbelt was vor sich hin.
so und aus is mit der ruhe und der entspannung!!
jessas na, so geht das nicht, das muß was g’schegn! also bei aller liebe, aber der speck g’hört weg!

frau versinkt endlich im bamherzigen schaum und sinniert vor sich hin. irgendwo hat sie da ja einmal eine broschüre gehabt mit so übungen für den bauch. also nicht „für“, sondern dagegen. „für“ hat sie schon selbst getan. das ging ganz von allein und ohne besondere anstrengung.
gleich dann fangt sie an. mit den gegenmaßnahmen.

so, das hätt ma amal und bevor sie ganz verschrumpelt ist, krabbelt sie aus der wanne und gleich gemmas an!
der kreislauf ist belebt, die muskerln warm, brauch ma also kein warming-up und kein stretsching. fein ist das.
frau holt sich eine decke, die breitet sie aus und ach ja, diesen wisch noch, wo drin steht was frau zu tun hat. der ist irgendwo. also sucht sie alle irgendwo-stellen ab. findet allerhand, ungeahnte schätze, oder so, und dann, endlich irgendwann irgendwo, dieses faltblatt.
dann haut sich frau auf die decke. gleich gemmas an!

verflixt, wo ist die brille? natürlich nicht da. ohne brille wird das aber nix. also wieder auf und die gläser gesucht. wo hammas den g’habt das letzte mal? am schreibtisch vielleicht? da ist sie nicht. im bad? nö, auch nicht. frau schurdelt durch die wohnung und sucht.
ach ja, da ist sie ja. frau hat negative geschnitten, da hat sie sie gebraucht und da liegt sie noch immer.
da fällt ihr ein, daß letztens einer gesagt hat, daß sie die negative schlecht schneidet. dem hat sie’s aber hinein gesagt! das ist nicht schlecht geschnitten, bitteschön, sondern das ist kreativ, ja?! also sowas! *tzz*

so, also die brille ist da, frau legt sich wieder nieder und springt gleich wieder auf, weil jetzt ist die broschüre irgendwohin verschwunden.
und die sucherei fangt wieder von vorne an.

endlich, endlich ist dann alles beinand und frau könnt eigentlich anfangen mit der bauchstraffung, aber leider ist frau in der zwischenzeit fix und fertig. und bewegt hat sie sich eh auch genug und also steht sie wieder auf, räumt die decke weg, verstaut die broschüre dort, wo sie sie sicher wieder findet und haut sich auf die couch, weil das war jetzt ja alles sooo anstrengend!
aber morgen, morgen fang ma an!

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15 Antworten zu “schaumgeborene vorsätze und die geschichte des scheiterns derselbigen

  1. fast hatte ich das gefühl, mit in der wanne zu liegen bzw. saß ich später auf der decke und wartete drauf, dass du endlich den zettel mit den gymnastikübungen findest! … ich danke dir, dass wir schließlich aufs sofa gingen. ich bin nämlich viel zu faul für all den turnkram, obwohl ich für meinen rücken besser mal meine übungen machen würde.
    wo hab ich noch gleich den zettel hingekramt??
    :-)))

  2. :-)))
    da geht’s uns wohl fast allen so. leider. ich bin ja der festen überzeugung, daß man sich mehr bewegen soll, doch die problemzonen (was für ein widerwärtiges wort!!!) sind ja gesondert zu behandeln und da scheiter ich doch des öfteren/sehr oft/fast immer 😦
    nun ja, es wird ein bauch sein und wir wern nimmer sein, oder so.

  3. ich gebe dir recht. man sollte sich mehr bewegen. … aber sollte man nicht so vieles und tut es trotzdem nicht?
    das foto ist übrigens überaus ansehnlich. ich weiß auch gar nicht, wo du abnehmen willst. meine knie sind jedenfalls feister und ich reg mich nicht auf! :-)))

  4. ha ha, ich hab meine knuddlstellen gut versteckt! :-))

  5. … so halte ich das auch immer! relativ erfolgreich sogar. mit kleidung bzw. einem geschickten bildausschnitt kann man einiges vertuschen. :-)))

  6. und wieso hat es schon wieder so eine eiseskälte???
    zumindest scheint die sonne!
    und ich merke, ich bin raunzert aufgelegt, das ist nicht gut 😦

  7. der Astrid ihre Baucherl-Sorgen möcht ich einmal haben! ;-)))

  8. Fritz Gessler

    das beste mittel gegen kummerspeck is ein ausgewogenes und orgastisches liebesleben, imho

  9. … die weisheiten des konfuzius sind lange nicht so erbaulich … imho! :-)))

  10. darf ich das als angebot verstehen @fritz?
    hähä

    hach, das fritzal ist wieder da! *hurrra*
    :-))))

  11. Fritz Gessler

    konfuzius hat aber net das kamasutra geschrieben, soweit ich informiert bin
    :))

  12. Fritz Gessler

    zum glück! imho

  13. Fritz Gessler

    aber zumindest aus meiner bescheidenen erfahrung mit den verschiedenen gebieten & modalitäten weiblicher wellness glaub ich, dass nur frauen, die ihren körper lieben, schöne und unbekümmerte und wirklich lustvolle liebemacherinnen sind und sein können. sonst is das immer so eine art zweikampf, wer schneller kommt (oder umgekehrt, es länger aushält). leider gottes (wenn es ihn gäbert), hassen die meisten frauen ihren wundervollen luxuskörper und malträtieren ihn mit den absonderlichsten diäten und abmagerungskuren und wellness-ritualen und werden dadurch noch unzufriedener mit sich selbst und noch schwieriger und so weiter

  14. kann man dich als guru buchen? :-)))

  15. ich würd ja lieber dagegen reden, aber da sind ein paar dinge dabei, da hat er nicht so unrecht, der fritz.
    so und mehr sag ich nicht und schlaft gut, ihr hübschlichen!
    bis morgen, oder so!

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