Monatsarchiv: März 2006

kettenmail – kettenmail – kettenmail …

vorhin erhielt ich eine mail von meiner reizenden kollegin:

„betreff: die antwort auf alle kettenbriefe!

hallo, mein name ist meike.
ich leide unter einigen sehr seltenen und natürlich tödlichen krankheiten, schlechten klausur- und examensergebnissen, extremer jungfräulichkeit und angst davor, entführt und durch einen rektalen starkstromschock exekutiert zu werden, weil ich circa 50 milliarden beschissene kettenbriefe nicht weitergeleitet habe. kettenbriefe von leutchen, die tatsächlich glauben, dass, wenn man diese briefe weiterleitet, dieses arme, kleine mädchen in arkansas, das mit einer Brust auf der stirn geboren wurde, genug geld für die rettende op zusammenbekommt, gerade noch rechtzeitig, bevor die eltern es an die „freakshow“ verkaufen.
glaubst du wirklich, dass bill gates dir und jedem, der „seine“ mail weiterleitet 100 dollar geben wird? recht hast du, das glaube ich nämlich auch … um es auf den punkt zu bringen: diese mail ist ein großes FUCK YOU an all die leutchen da draußen, die nichts besseres zu tun haben. vielleicht wird sich der böse kettenbriefkobold in meine wohnung schleichen und mich sodomieren, während ich schlafe, sodomieren, weil ich diese kette unterbrochen habe, die im jahre 5 nach christus begonnen hat, von irgendeinem dem kerker entronnenen kreuzritter nach europa gebracht wurde, und die, wenn sie es ins jahr 2800 schafft, einen guinness-buch-eintrag erhält.

und hier die 3 beliebtesten typen:

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ist’s recht so?

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also, ich weiß überhaupt nicht, was die leute daran finden, ständig zum friseur zu rennen. das ist doch echt vertane zeit … so wie hausarbeit. muss getan werden, aber man sieht es nur, wenn es nicht gemacht ist.

heute hab ich mich endlich mal durchgerungen, und es war zum ersten mal höchst amüsant. schon als ich zur tür herein kam, fiel mir dieser baumlange junge bursche auf. zu diesem friseursalon gehe ich schon seit ewigen zeiten. einen friseur gab es da noch nie, nicht mal im herrensalon.

nun, die damen scharrten auch heftig mit den hufen und standen in einer traube um eine delinquentin herum, die von dem figaro bearbeitet wurde. ich ließ mich also im nachbarstuhl nieder und beguckte mir das spektakel. eine neue schnitttechnik? als der schneidemeister mal kurz ums eck verschwand, fragte ich nach, und das mädel erklärte mir ausführlich ihre diversen haarprobleme, angefangen vom fehlenden volumen bis zu der unmöglichkeit, die gewünschte rote strähne in das schwarze haar einzubringen.

dann tauchte der meister wieder auf … und er sprach sogar. der ist aber auch nicht aus der gegend, dachte ich. hört sich ja fast österreichisch an.

nun, während ich nun meinerseits zunächst die waschung über mich ergehen lassen musste, verfolgte ich weiter das geschäftige treiben neben mir. die auswahl der farbe kam einem hochkomplizierten gemisch aus chemischen formeln und mathematischen berechnungen gleich. da war die rede von prozenten, geheimnummern und irgendwas mit strichen. dazu wurde eine umfangreiche farbkarte zu rate gezogen und über die wechselwirkung von orange und violett auf den blondton diskutiert. eine wissenschaft für sich anscheinend, demnächst wahrscheinlich nur noch mit abitur zu bewältigen.

ich konnte erfolgreich verhindern, dass dieser fortbildungslehrgang auch noch auf mich übergriff, wobei ich … ach, nein, keine experimente mit meinem kopf, auch wenn der friseur noch so charmant ist!

immerhin war der friseurbesuch heute mal fast schon aufregend … und ich habe tatsächlich völlig vergessen, die käseblätter zu lesen, um mich über das leben der schönen und reichen zu informieren …

ein kleines nachtmusikgeschwafel plus mozartkonterfei

man glaubt es ja kaum, was plötzlich alles mozartisiert wird bzw. wurde.

es gibt mozart-milch und mozart-joghurt und natürlich hat jede bäckerei ein mozart-gebäck. da das mozart-kipferl und dort den mozart-taler oder schreibt man das mit „h“?

wahrscheinlich sind dann christbaumkugeln mit mozartkopf die krönung und sollten, meines erachtens, in jeder frauenzeitschrift, die ja schon im oktober tipps und tricks für die frau des hauses abdrucken, damit sie dann ja die passende dekoration für den christbaum hinkriegt und ihre lieben rundum glücklich sind, also die sollten diese dinger zum „must have“ erklären.
das wär nämlich schon sehr wunderbar!

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der weg zum glück

weg, grafix, 600.jpg foto: frank jansen

müde setzte er einen fuß vor den anderen. es war wohl doch weiter als er gedacht hatte und nun kroch schon der abendnebel über den boden. dieser weg musste es sein, nur noch dieses stück, dann wäre er da. dort, wo das glück ist.

„es ist ein langer weg zum glück“, hatte die mutter zur nachbarin gesagt, und dieses war der längste weg, den er kannte. er war auch erst fünf jahre alt, und von der welt kannte er eigentlich nur das dorf und die nahe kleinstadt. am frühen nachmittag hatte er sich auf die suche gemacht, war am spielplatz durch das loch in der umzäunung geklettert, durch das neubaugebiet gelaufen und dann aus dem dorf heraus, um diese straße zwischen den feldern wiederzufinden, wo der vater im spätherbst das auto geparkt hatte, als sie den drachen hatten steigen lassen. das hatte ihm gefallen. ein lustiger tanz im wind, freiheit. da hatte er es gespürt, das was die mutter wohl meinte: glück.

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fad im café

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allerlei merkwürdigkeiten: die sache mit dem hintern des trolls

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bei einem spaziergang an unserer talsperre sah ich ihn zufällig, den hintern des trolls … und dann fiel mir auch wieder die geschichte ein …vor langer zeit, als die gegend noch nicht von touristen bevölkert war, eine dicke mauer die stadt noch schützte und die raubritter von ihrer burg aus angst und schrecken verbreiteten, lebte in einer kleinen hütte nahe der bigge ein holzfäller. er hatte eine blutjunge, hübsche tochter, während sein weib eine zänkische alte war, die den lieben langen tag nur zeterte, und der man nie etwas recht machen konnte. schon lange trachtete der mann danach sie loszuwerden, aber er war ein eigenbrötlerischer kerl und hatte nicht sehr viel fantasie. so vergingen die jahre und er wurde immer verbitterter.

eines tages fällte er einige stämmige eichen, als er plötzlich ein fluchen und schreien vernahm. „was fällt dir ein, meinen garten niederzumachen?“, wetterte jemand aus dem unterholz. der holzfäller sah sich um und entdeckte einen kleinen, dicken troll, der wütend mit dem fuß aufstampfte und sich die wirren haare raufte.

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poe tisch

 

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glück

ist

ansichtssache

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ansichtssache

glück

 

 

 

 

 

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liebe

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einbildung

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einbildung

liebe

 

 

 

 

 

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alles

ist

nichts

ist

nichts

alles