Tagesarchiv: 2. März 2006

tagebuch einer wienreise: 7. in wien, um wien und um wien herum

dienstag, 3. august 2004:

als ich am morgen erwache, denke ich so bei mir: „jetzt hast du geburtstag, und keiner merkt es.“ aber ich freue mich schon auf den tag, denn heute will elfi mit mir ein bisschen aus der stadt fahren, damit ich auch was von der gegend sehe.

zunächst treffen wir uns aber am museumsquartier und schauen uns eine ausstellung von fotos aus aller welt an, die auf große standtafeln gezogen sind. wirklich wunderschöne fotos, aber es ist brütend heiß, und bevor wir völlig zerfließen, suchen wir uns ein schattigeres eckchen. nicht weit entfernt liegt spittelberg, ein altes wiener viertel, wo zur adventszeit ein weihnachtsmarkt aufgebaut wird. das kann ich mir gut vorstellen, sieht sicher wildromantisch aus. erfreulich, dass die alte bausubstanz in solch gepflegtem zustand erhalten ist.

foto: elfi kaut

flohmarkt.jpg natürlich muss man auch unbedingt den naschmarkt gesehen haben. großer markttag ist heute nicht, aber etliche stände haben doch geöffnet und bieten ein vielfältiges sortiment.

nachdem wir in einem der straßencafès einen eiskaffee getrunken haben, fahren wir richtung grinzing. der besuch eines heurigen ist ganz oben auf meiner wunschliste angesiedelt, und elfi hat einen insider-tipp, denn so ein touristentreff soll es ja auch nicht gerade sein. wenn ich schon den vorteil habe wiener zu kennen, dann kann ich mir die touristenfallen ja sparen. aber zuvor steht noch ein blick über wien und die donauebene auf dem programm. dazu fahren wir hinauf zu einem aussichtspunkt. außer einer kleinen kirche gibt es dort auch ein gartenlokal, wo wir eine ausgiebige pause machen.

allmählich meldet sich der hunger … und zwar nicht der kleine für zwischendurch! so machen wir uns also auf die suche nach dem besagten heurigen. das letzte stück müssen wir laufen, so versteckt liegt das ziel. der aufstieg in der prallen sonne lohnt sich aber absolut. nicht nur die aussicht ist wundervoll, auch das lokal macht einen sehr gemütlichen, gepflegten eindruck, auch wenn es eher einen leicht provenzialischen touch hat mit seinen lavendelbüschen und geschmackvollen tontopf-dekorationen. das buffet ist reichhaltig, und bezahlt wird nach gewicht. das habe ich ja auch noch nicht erlebt. wir tafeln ausgiebig und genießen entspannt den tag.
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