Tagesarchiv: 9. März 2006

tagebuch einer wienreise: 8. ende einer dienstfahrt

mittwoch, 4. august 2004:

mein letzter urlaubstag bricht an, denn vom morgigen abreisetag werde ich wohl nicht mehr viel haben. wehmütig packe ich nach dem frühstück schon mal die sachen zusammen, denn in mir reift der gedanke, mich des gepäckes bereits am abend zu entledigen. die frühe rückflugzeit passt mir nicht so in den kram, und die möglichkeit, schon am vorabend einzuchecken, sagt mir daher sehr zu.

aber noch bin ich ja da, und immerhin habe ich heute zwei dates vor mir, auf die ich mich freuen kann. ich mache mich also auf den weg zum café landtmann, wo ich mich mit einem weiteren virtuellen bekannten verabredet habe. als ich mich gerade nach einem platz umsehe, kommt der auch mit seinem motorrad angebraust. schnell finden wir einen freien tisch und plaudern, als würden wir uns schon ewig kennen. ich genieße meinen letzten eiskaffee, während ich interessiert die verhandlungen über zu machende konzert-fotos verfolge, denn zu uns hat sich noch ein junger mann gesellt. der abschied ist schließlich so herzlich wie die begrüßung, und schon bin ich wieder mir selbst überlassen.

ein letztes mal streife ich durch das stadtzentrum, und weil ich reichlich zeit habe bis zur abendlichen verabredung, gehe ich tatsächlich noch ins sissi-museum. so ein bisschen schmalz zum abschied kann ja auch nicht schaden. ich geistere also dem allgemeinen strom durch die dunklen gänge hinterher und bedauere die unglückliche kaiserin auch ein bisschen. allerdings empfinde ich den inhalt dieser „silberkammer“ schon fast als frechheit. so ein prunk, den ja schließlich irgendwer finanziert haben muss!

mozart.jpg foto: christian fürst

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