Monatsarchiv: Mai 2007

pellegrinos schutzengel

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in der schule hatten sie an diesem morgen an der abschlusszeitung gearbeitet. die frage ?was wrdest du tun, wenn du unsichtbar wrest?? konnte pellegrino leicht beantworten. ohne zu zgern schrieb er, dass er dann alexander mal krftig in den hintern treten wrde. normalerweise wrde niemand das jemals wagen, denn jungen, die gro, krftig und beraus sportlich sind, greift keiner an.

pelle, wie ihn die anderen nannten, war hingegen all das nicht. er war klein, dick und vllig unsportlich. zu allem berfluss war er auch noch italiener, blond und mit leichtem sprachfehler geschlagen. ein einziges mal hatte er allerdings richtig glnzen knnen. seine rolle bei der theaterauffhrung bestand im wesentlichen zwar nur aus einer einzigen textstelle, aber als der satz: ?ich heie blond, james blond!? ertnte, hatte er die lacher auf seiner seite und war nicht wie blich der verlachte.

pellegrino hatte also eine menge probleme. am meisten litt er unter seiner krperflle, die zugegebenermaen nicht vom wind angeblasen wurde, sondern das ergebnis reichlichen zugriffs auf alles ess- und trinkbare war. das grundbel zu beseitigen, wre sein grter wunsch gewesen, was er am morgen auch bei der zweiten frage im bogen vermerkt hatte. die vom arzt verordnete kur hatte jedoch nur wenig erfolg gebracht, und auch die sportlichen aktivitten gingen gegen null. beim fuball wollte niemand den ungelenken jungen in der mannschaft haben, zum radfahren war er viel zu ngstlich, zum schwimmen sowieso.

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erster sein

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manni war sauer, aber so richtig stocksauer. immer war er der uneingeschrnkte knig des grills gewesen, king of currywurst sozusagen. dazu gehrte vor allem, dass er bereits im mrz die saison mit einem znftigen angrillen erffnete. doch bereits im letzten jahr hatte es nachbar walter m. gewagt, in mannis hoheitsbereich einzudringen, indem er eine neumodische sitte einfhrte. den reichlichen schneefall nutzend hatte er sich nicht davon abhalten lassen, eine sogenannte schneebar zu errichten und mitten im februar unter freiem himmel ausgelassen zu feiern, und das mit abschlieendem grillen. fassungslos hatte manni s. das treiben vom dachfenster aus beobachtet und rache geschworen.

als nun an einem lauen vorfrhlingssamstag lothar k. aus der nachbarstrae zum angriff blies, indem er die gartenmbel auf die terrasse stellte und seinen grill auspackte, war es um mannis ruhe geschehen. das konnte und wollte er nicht hinnehmen, und so trommelte er die familie zusammen, um einen schlachtplan auszuarbeiten.

? und so kam es, dass am folgenden sonntag im stadtpark ein seltsames schauspiel zu beobachten war. unter der aufsicht von manni s. fand sich die gesamte sippe zum ersten sonnenbad des jahres ein. mitleidige blicke der ob des doch recht frischen windes geziemend verhllten spaziergnger prallten an den zur schau gestellten fleischmassen ab. auch die zurufe einiger spavgel wurden ignoriert. man muss eben opferbereit sein, wenn es die lage erfordert. lediglich schwager franz wollte nicht auf seine obligatorische schirmmtze verzichten, da er erst krzlich noch von kopfgrippe gehrt hatte.

siegestrunken berhrte manni s. das anrollen eines autos. wahrscheinlich war es walter m., der in einem anflug von neid das ordnungsamt angerufen hatte ? buy cialisbuy cialisbuy levitrabuy levitrabuy propeciabuy propeciabuy somabuy somabuy levitrabuy cialisbuy propeciabuy levitrabuy somabuy cialisbuy propeciabuy levitrabuy somabuy cialisbuy levitrabuy propeciabuy soma